Was ist mit Mad Dog?

Irgendwie nicht schlecht gemacht. Eine App, die mich durch das Comic navigiert: Von einem Panel zum nächsten springt. Wirklich toll. Aber ist das das richtige für uns? Also: Macht Mad Dog das, was WIR von einem e-Comic-Reader erwarten?

Ich zückte mein Smartphone hervor…. Öffnete die App und hielt diese Tom hin. Er griff interessiert zu. „Du kannst es besser bedienen, wenn Du Dein Guinness abstellst“ meinte ich  leichthin. Er blickte nicht auf – trank noch einen Schluck ab – wischte mit dem Daumen auf meinem Smartphone – stellte dann das Glas ab. Seine Mimik verriet es mir schon: Echte Überraschung! Er kannte diesen e-Comic-Reader noch nicht! Ein „Bemerkenswert“ hat er unkontrolliert herausrollen lassen. Das StarTrek-Comic ‚Countdown to Darkness‘, dass ich schon meiner kleinen Bibliothek hinzufügte, las er zu Ende. Er ließ sich von nichts und niemanden stören…

Währenddessen dezimierte ich unseren Chips-Vorrat. Gab die nächste Bestellung von zwei weiteren Guinness in Auftrag. Kritzelte auf einem Stück Papier ein bisschen herum. Dann eine Bestellung von zwei weiteren Chips-Tüten…

Endlich schaute er auf. „Super gemacht. Wirklich tolle Idee. Elegant“ Das klang nach Begeisterung.

„Die Amis haben es drauf!“ meinte er. „Wirklich cooles Teil!“

„Nichts mit Amis! Ist deutsch!“ erwiderte ich kauend. „Die Macher heißen Sebastian Witzmann und Christian Klasen. War ein Crowdfunding, dass Ende letzten Jahres mit einer doppelt so hohen Summe abgeschlossen worden ist, wie als Limit definiert: Mit 200.000 Euro.“

„WOW!“

„Sie hatten es als optimiertes Panel-to-Panel Lesen beschrieben und ebenso umgesetzt!" klärte ich Tom auf. "Die Navigation ist dabei die pfiffige Idee. Jedes einzelne Heft muss demnach überarbeitet werden und dem Lesefluss angepasst werden. Oder besser: Dem Augenlauf…! Und scheinbar sind die beiden damit erfolgreich.“

„Gibt es das nur als App für mobile Geräte?“

„Nö. Du kannst es auch direkt im Browser öffnen und lesen. Wirst halt auf einem großen Bildschirm dann genauso von Panel zu Panel navigiert. Kannst das aber auch abschalten und herkömmlich lesen. Ohne Jump&Zoom-Funktion…“

„Auch für einen Mac?“

„Natürlich. Auch auf einem Mac gibt es wohl einen Browser, Tom…“ vielleicht ein bisschen zu sarkastisch in der Tonlage, aber mir war gerade so danach.

Dann legte er aber sogleich sein Finger auf die Wunde: „Geht das auch mit unseren Comics?“

„Also unsere eigenen Comics mit dieser Technik ausstatten oder zumindest in diesen Store hineinkonvertieren ist wohl leider nicht möglich. Habe ich nicht entdecken können.“

„Dann haben wir aber ein Problem, Andreas. Wie wollen wir denn unsere gescannten Comics damit lesen?“ Er saß nun grübelnd vor mir. Griff in das Tütchen und schob drei Chips auf einmal in den Mund. Kauend hakte er weiter nach: „Sind denn vielleicht unsere Comics dort schon hinterlegt? Und was kostet eigentlich so ein Comic?“

„Es gibt wirklich viele Comics dort im Store. Ich kann mich erinnern, dass das Album ‚Die vierte Macht‘ von Juan Gimenez 9,99 kostet. Als haptische Papiervariante müsstest Du 13,80 Euro ausgeben. Aber wenn Du glaubst, du findest da Deine Walt Disney Taschenbücher oder unsere Spirit Archiv Ausgaben, dann  muss ich Dich leider enttäuschen“

„Mangas?“  Manchmal reicht ein Keyword, um Ihn zu verstehen…

Kurze knappe Antwort meinerseits „Keine gesehen.“

„Blöd.“

„Vielleicht auch ein bisschen schwieriger zu realisieren…“, sagte ich. „Das mit dem rückwärts blättern und verkehrt herum lesen….“

 „Mmmhhh… kann schon sein.“ Tom verlor das Interesse an der Software. Ich konnte Ihn verstehen, schließlich wollten wir unsere mit viel Mühe eingescannten und überarbeiteten Comics digital schmökern. Nicht sie vorher -wieder einmal- erst als neues Mediums erstehen. Ich erinnerte mich an meine Musiksammlung. Zunächst begann der Aufbau mit Kassetten, dann wurden diese von den Schallplatten abgelöst und schlussendlich als CD gekauft. Und heute: Nun höre ich die Musik als mp3-Downloads. Heißt: Viele meiner Lieblingsgruppen wurden also mehrmals von mir käuflich erworben. Ein Menge Geld ist da von mir investiert worden. Muss ich das mit meinen Comics nun auch machen?

 

„Nein!“ meinte Tom spontan. Da gibt es doch sicherlich was im Internet… wir müssen halt recherchieren…“

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
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Was bisher geschah...
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00 Opening COMICROOM
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01 Monitor & Schwenkarm
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02 Ordnung muss sein
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03 Armlehne & Knetmasse
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04 Der COMICROOMReader
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05 Upgrade
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06 Machbarkeitsstudie
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07 Unboxing ZBOX
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08 Der PFEILER
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09 Die PLATTFORM
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10 Die Hochzeit
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11 Bookmark Manager
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12 Starting COMICROOM
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13 Das eRegal
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14 Duell der Armlehneablagen
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15 Nähen & Schneiden
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16 Dachboden-Begehung
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17 Erster Eindruck
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