Die Handsteuerung für unser COMICROOM

Ein Touchscreen-fähiger 20“-Monitor wäre ohne Zweifel die einfachste Umsetzung, um in unseren Comics zu blättern. Leider jedoch ist für uns der Bildschirm ein paar Zentimeter zu weit weg für eine direkte Eingabe. Wir brauchen eine andere Lösung…

Es war Sonntagmorgen. Halb zehn in Deutschland. Nach Tom’s Rückkehr von seiner kleinen Reise gönnten wir uns ein Irish Breakfast. Wir hatten schon immer dieses Angebot unseres Pubs ausprobieren wollen. Heute war dafür genau der richtige Tag.

 

Als die Teller vor uns abgestellt wurden, präsentierte sich uns der White & Black Pudding,  die Backed Beans, Bratkartoffeln, einige Champignons und eine Grilltomate in einem appetitlichen Arrangement. Rührei und Speck verströmten einen angenehmen aromatischen Duft. Der Orangensaft war frisch gepresst und wurde uns in einem hohen schlanken Glas serviert. Unser Milchkaffee war das einzige atypische irische.

Wir aßen mit Genuss.

 

„Was steht denn als nächstes an?“ fragte Tom.

„Ich hatte es ja schon angekündigt… Die Handsteuerung für Dein Programm…(?)“ Ich legte viel Stimmkraft (nicht Lautstärke!) in das Wort ‚Dein‘. Denn ich war neugierig, was Er schon erreicht haben könnte...

„Eine gute Idee. Ich habe auch schon mal darüber nachgedacht. Was hältst du von einem Trackball auf der Armlehne?“ Tom ‚wollte‘ oder ‚hatte‘ es nicht gehört - meinen Wunsch, Neuigkeiten von ihm zu erfahren. Vermutlich ersteres….

 

“An was für einen Trackball dachtest Du denn?“, fragte ich.

„Mmmh… Ich finde den von Logitec sehr ergonomisch. Liegt gut in der Hand. Der ‚Ball‘ ist leicht mit dem Daumen zu führen und Du hast einige programmierbare Tasten.“

Ich zückte mein Smartphone. Ein Fingertip auf die Browser-App und Logitech Trackball eingegeben…

„Welcher ist es denn? Der hier?“ Ich hielt ihm mein Smartphone vor die Nase.

„Nein. Nicht mit der roten Kugel. Der mit der Blauen…“ Er nahm mir das Handy ab. Wischte zweimal drüber und gab es mir zurück. Dieser hier!“

 

Ein Logitech Trackball M570 war in der Großansicht zu sehen. Für meinen Geschmack etwas sehr klobig. 

Der Logitech Trackball M570
Der Logitech Trackball M570

„Ist denn ein Trackball bei den vielen zu 'touchenden' Oberflächen noch zeitgemäß?“

„Wahrscheinlich nicht. Aber ich weiß, dass ich diese Art von Steuerung immer als sehr ergonomisch empfand.“

Ich schüttelte ein bisschen den Kopf. So als ob sich in meinen Haaren einige alte Flusen verfangen haben und die ich mit wedeln des Kopfes loswerden könnte. Trackball. „Ganz schön altertümlich mein lieber Tom“, dachte ich so bei mir. Sagen tat ich aber: „Ich hatte da eher an ein Touchpad gedacht. Ein wenig kleiner als…“ ich zeigte ihm meine Handfläche.

Tom schaute mich direkt an. „Gibt es denn sowas als separates Eingabegerät für einen PC?“

„Ja das gibt es. Und für mich eine bessere Alternative, als einen ersten Versuch mit dem Trackball, den ich nicht habe.“

„Wie? Du hast schon das Touchpad?“ Tom’s Irritation war deutlich anzumerken.

„Ja Tom. Hab ich. Und ich habe sie hier!“ Ich kam gleich auf den Punkt.

„Eigentlich ist es eine Mauspad-App mit der ich auf meinem Smartphone ein Touchpad simulieren kann und die Maus auf einem PC steuere. Also eine Remote Control, um auf der Windowsoberfläche zu navigieren. Smartphone und Rechner sind über WLAN verbunden. Eine sehr smarte kostengünstige Lösung. Und sie klappt.“

„Daran hätte ich ja auch denken können. Aber mein Handy, obwohl ein Smartphone, nutze ich nur fürs telefonieren, SMSen und um im Web mal was nachzuschauen. Mehr mache ich damit eigentlich gar nicht. Selbst eMails hole ich damit nicht mal ab.“ Dabei sah er traurig auf sein Smartphone. Wie zu einem guten Freund, dem er lange Zeit nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt hatte. „Ich habe das Ausloten an Möglichkeiten dieser Technik ignoriert!“ Dann gab es eine plötzliche Lichtbrechung in seinen Augen. Er schaute mich direkt an. Sein Blick verriet es mir: „Ich habe verstanden Andreas.“ Und er unterstrich dies, als er mich aufforderte: „Andreas. Zeig mal!“

 

Natürlich hatte ich die App auf meinem Handy schon installiert. Nun wollte Tom sie auch auf seinem haben. In Google-Play gibt es viele dieser Apps. Ich dirigierte ihn zu der App, für die ich mich entschieden hatte: RemoteDroid.

Die RemoteDroid App für Android oder auch iPhone
Die RemoteDroid App für Android oder auch iPhone

„Und hier ist der Link für das dazugehörige Serverprogramm, welches auf dem PC laufen muss.“ Tom holte sein Notebook hervor. Klappte ihn auf. Und als er den Desktop sah, rief er den Browser auf. Dann tippte er die URL ein: http://www.remotedroid.net/.

 

Die Website von RemoteDroid
Die Website von RemoteDroid

Zunächst schaute er sich das Video-Tutorial an: http://vimeo.com/2678534

„Wirklich easy!“ Tom war die Vorfreude anzumerken.

 

Danach lud er sich die Software herunter. Dann sah er einen kleinen Hinweis. „Ach? Eine JAVA Runtime brauche ich auch? Schade. Wäre schön gewesen, hätte man alternativ einen Windows-Service dafür programmiert…“

Nach dem Download und anschließender Installation startete er den RemoteDroid-Server.

Nun gab er die IP-Adresse seines Rechners in die App auf seinem Handy. Die Verbindung stand.

„Wow.“ Er war beeindruckt. Er rief Google News im Browser seines Notebooks auf.

„Zum scrollen der Seite wischst du mit zwei Fingern auf deinem Smartphone hoch oder runter“, erklärte ich ihm.

„Klasse!“ Seine Begeisterung brach durch. „Das ist wirklich eine tolle Steuerung. Und wie kriegen wir diese auf die Armlehne des Sessels montiert? Kleben? Schrauben? Oder gibt es da eine Halterung?“

 

„Tja lieber Tom. Da muss ich mal grübeln…“, und nippte dabei nachdenklich an meinen Milchkaffee.

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
Was bisher geschah...
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Youtube-Videos

00 Opening COMICROOM
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01 Monitor & Schwenkarm
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02 Ordnung muss sein
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03 Armlehne & Knetmasse
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04 Der COMICROOMReader
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05 Upgrade
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06 Machbarkeitsstudie
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07 Unboxing ZBOX
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08 Der PFEILER
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09 Die PLATTFORM
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10 Die Hochzeit
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11 Bookmark Manager
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12 Starting COMICROOM
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13 Das eRegal
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14 Duell der Armlehneablagen
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15 Nähen & Schneiden
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16 Dachboden-Begehung
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17 Erster Eindruck
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