Der PFEILER + die PLATTFORM = unsere Basis für COMICROOM

Tom und ich sitzen bei ihm zusammen und grübeln über weitere Möglichkeiten des Ausbaus. Wohin soll der Rechner mit unserem Comic-Archiv platziert werden? Was ist mit der Verkabelung? Was können wir mit dem PFEILER anstellen? Was mit der PLATTFORM?

„Ich bin echt überrascht, dass der Pfeiler hält!“ Mit diesem Ausspruch begrüßte ich Tom.

„Ich ehrlich gesagt auch, Andreas. Dein Video war überzeugend.“

Kurze Zeit später saßen wir an seinem Wohnzimmertisch beisammen. Der Duft des Jasmin-Blüten-Tee dampfte aus unseren Tassen. Ich holte mein Rauchwerkzeug heraus: Eine Pfeife von Savinelli und meinen Dunhill-Tabak. Der Aschenbecher stand schon auf dem Tisch. Während ich meine Pfeife mit Bedacht stopfte, unten etwas fester als oben, fragte ich ihn: „Was machen wir nun mit dieser Erkenntnis?“

„Ich denke, wir überlegen uns, wie und wo nun der Rechner untergebracht werden kann.“ antwortete Tom. Dann fragte er mich: „Kann man mit dem PFEILER mehr anstellen, als das er nur der Haltepunkt für das Display ist?“ Ich zückte derweil ein Streichholz aus der kleinen Schachtel hervor.

Tom hatte mir mit dieser Fragestellung schon mal signalisiert, dass der PFEILER eine akzeptable Lösung für ihn wäre. Großartig!

 

„Der Rechner, wenn es ein kleiner Mini-Rechner wäre, könnte an der Rückwand vom Display geschraubt werden. Also wie ein Mac Mini oder ein anderer Net-PC. Wir haben doch den VESA-Anschluss, Tom.“ Das zündelnde Streichholz hielt ich in der Hand, führte es zur Pfeife und wenig später blies ich die ersten Rauchwolken aus. 

„Das wäre eine Variante…“, grübelte Tom, „aber der Rechner wäre dann sehr weit weg vom Sessel.“

„Ja und?“

„Naja, wenn Du schon im Sessel sitzt, kommst Du nicht mehr an den Powerknopf, um den Rechner einzuschalten.“

Recht hatte er. „Eine Idee, wohin er sonst platziert werden könnte?“

„Warum den Rechner nicht an den Pfeiler montieren?“ Aha. Das war es also, als er mich Eingangs nach einem weiteren Verwendungszweck für den PFEILER ansprach.

Jetzt war ich am Grübeln. War schon richtig. An der Rückfront des Displays befestigt, ist kein Rankommen mehr möglich. Ich müsste dazu aufstehen… Am PFEILER wäre der Rechner vom Sessel aus direkt zu bedienen.

„Wir könnten eine Vorrichtung an den PFEILER schrauben, um daran den Rechner zu befestigen. Hast du dir das etwa so vorgestellt Tom?“

„Das wäre eine Option.“ Pause. „Müsste die erst noch gebaut werden oder gibt es da was Fertiges, Andreas?“

„Das wäre zu prüfen. Ich kann da mal im Netz stöbern.“ Ich stieß eine weitere Wolke des guten Tabaks aus…

„Ansichtssache.“ Meinte Tom und schaute mich dabei prüfend an. Meine Verblüffung war wohl deutlich im Gesicht abzulesen. Konnte er etwa Gedanken lesen?

„Nein. Ein Schuss ins Blaue.“ 

„Du machst mir Angst, Tom.“ Er lachte.

 

„Ist schon ok. Freut mich das ich zwei Treffer landen konnte.“ Er schmunzelte noch immer. Dann schaltete er aber sofort wieder zu unserem Thema um. „Wenn also der Rechner am PFEILER hängt, wie wollen wir die Verkabelung verlegen?“

Das war in der Tat eine nicht ganz unwichtige Frage. Sollten die Stromkabel einfach so in der Luft hängen? Wenn’s ein kleiner Rechner wäre, dann würde es sicherlich noch ein externes Netzteil geben. Wohin also damit? Ich sah, dass Tom sich mit ähnlichen Gedanken beschäftigte.

Wieder war es Tom, der mit seiner Fragestellung mich förmlich vor sich hertrieb: „Sag mal… Können wir das irgendwie ‚im‘ PFEILER verstecken?“

„Naja… Könnte machbar sein…“, stoßweise flossen meine Gedanken in Richtung Sprechwerkzeuge. Und genauso stieß ich sie auch aus: „ Wir könnten den PFEILER aushöhlen… darin die Kabel verlegen… Ob die Stabilität darunter leiden wird, kann ich gar nicht abschätzen… vermute aber wohl nicht… muss ich prüfen“. Dann sog ich an meiner Pfeife und setzte gekonnt einen Rauchkringel in die Luft. Punkt.

„Und das Netzteil? Vielleicht in die PLATTFORM einarbeiten?“ Tom war ein Stichwortgeber. Ich reagierte einfach intuitiv: „Wenn das Netzteil nicht zu dick ist? Warum nicht?“

Langsam formte sich ein Bild in mir, wie unser COMICROOM auszusehen hatte. Tom hatte sich wohl schon einige Gedanken mehr zum Aufbau gemacht. Aber es gab dabei noch viele ‚unscharfe‘ Stellen in unserem Konstrukt. Doch im Großen und Ganzen schienen wir einen Durchbruch zu erzielen, denn die PLATTFORM und auch der PFEILER würden die Basis unserer weiteren Entwicklung bilden.

 

„Die PLATTFORM ist doch ziemlich groß und schwer?“ Tom erfasste schon die nächste Problemstellung. So eine Holzplatte in der Größe von 2,5m² mit einer Dicke von etwa 3-4cm ist in der Tat kaum anzuheben. Selbst das Stück Arbeitsplatte aus meiner Machbarkeitsstudie hatte schon ein ordentliches Gewicht. Und die war nur halb so groß.

„Die Platte müsste in zwei Teile zersägt und nach dem Transport mit Verbindern wieder zusammengesetzt werden.“ Antwortete ich.

„Das hört sich machbar an.“ Tom schien sich das ebenso gut vorstellen zu können wie ich. „Ja so könnte das gehen…“ sprach er und nahm einen Schluck von seiner Tasse.

Wir begannen unsere groben Gedankenspiele immer weiter mit Details zu füllen. Wollten wir z.B. die PLATTFORM am Ende mit Teppich auslegen? Sollte sie einfach so auf den ungeschützten Boden gelegt werden? Schließlich habe ich abgezogene Dielen. Konnten wir also etwas zum Schutz des Dielenbodens an der Unterseite der PLATTFORM anbringen? Konnten wir mit dem PFEILER oder auch mit der PLATTFORM noch mehr anstellen? Welche Art von Rechner eignete sich für unser Comic-Archiv –dem COMICROOM Reader- am besten? Welche Vorrichtung konnte für die Unterbringung eines Rechners am PFEILER verwendet werden? Bei allem ließen wir die Kostenfrage noch außen vor.

Und schlussendlich war noch keine verwertbare Lösung für unsere ARMLEHNENHALTERUNG in Sicht. Denn die benötigten wir ja, um unser Steuergerät abzulegen. Also da steckte noch viel Arbeit drin… und umfangreiche Recherchen…

 

Spät am Abend beendeten wir unsere Zusammenkunft. Als ich die Pfeife ausklopfte und den letzten Schluck Tee zu mir nahm, machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ich wusste jetzt, was ich zu tun hatte.

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
Was bisher geschah...
Was bisher geschah...

Youtube-Videos

00 Opening COMICROOM
00 Opening COMICROOM
01 Monitor & Schwenkarm
01 Monitor & Schwenkarm
02 Ordnung muss sein
02 Ordnung muss sein
03 Armlehne & Knetmasse
03 Armlehne & Knetmasse
04 Der COMICROOMReader
04 Der COMICROOMReader
05 Upgrade
05 Upgrade
06 Machbarkeitsstudie
06 Machbarkeitsstudie
07 Unboxing ZBOX
07 Unboxing ZBOX
08 Der PFEILER
08 Der PFEILER
09 Die PLATTFORM
09 Die PLATTFORM
10 Die Hochzeit
10 Die Hochzeit
11 Bookmark Manager
11 Bookmark Manager
12 Starting COMICROOM
12 Starting COMICROOM
13 Das eRegal
13 Das eRegal
14 Duell der Armlehneablagen
14 Duell der Armlehneablagen
15 Nähen & Schneiden
15 Nähen & Schneiden
16 Dachboden-Begehung
16 Dachboden-Begehung
17 Erster Eindruck
17 Erster Eindruck