Die PLATTFORM wird ‚fiktiv‘ konstruiert

Ein Spaziergang durch einen Baumarkt half mir, die PLATTFORM konkreter zu definieren. Es wurden Fotos von potentiellen in Frage kommenden Produkten geschossen, um dann mit Tom darüber zu diskutieren…

Der kurze Wochenend-Abstecher zu Ralf war ein wirklich schöner Augenblick. Gemeinsame nostalgische Momente mit einem alten Schulkameraden wieder erwecken zu dürfen, ist ein Privileg des Alters. Die einen entdecken ihn für sich früher… die anderen später.

 

Nun aber wieder zurück zuhause, möchte ich mich mit unserem COMICROOM-Experiment von vor zwei Wochen näher befassen. Denn hier habe ich für uns eine wichtige Erkenntnis gewinnen können: Statt einen Pfeiler auf einem klobigen ‚kleinen‘ Stand Fuß zu setzen, kann ich das Gegengewicht viel eleganter ‚verteilen‘… nämlich, in dem ich eine große flache Platte nehme. So wie auf dem Foto  gut zu sehen ist.

Unser erfolgreiches Experiment: PLATTFORM & PFEILER
Unser erfolgreiches Experiment: PLATTFORM & PFEILER

Das Gegengewicht zum ausladenden Schwenkarm mit Display bildet somit die PLATTFORM (die blaue Platte am Boden). Die PLATTFORM soll genügend groß sein, denn mein Sessel muss darauf gestellt werden können. Aber genügend flach, um es wie einen sehr dicken Teppich wirken zu lassen. Dennoch in sich stabil. Der Sessel darf nicht das Ausschlag gebende Gewichtselement sein.

Schon auf der Rückfahrt von Ralf kam ich zu der Überlegung, dass ich das Gesamtkonstrukt in zwei kleinere Teilprojekte aufteilen werde. (1) Die PLATTFORM und (2) den PFEILER.

Zunächst machte ich mir Gedanken zur PLATTFORM. Welche Holzplatten werde ich verwenden? Wie mache ich die Unterkonstruktion, die als Kratz-Schutz zu meinen abgezogenen Dielen dienen soll? Und es soll ja auch nicht zu teuer werden.

Zwei Tage später begab ich mich somit zu einem Baumarkt. Ein idealer Ort, um sich inspirieren zu lassen… Meine Ausrüstung: Ein Smartphone für Fotos. Diese konnte ich zuhause mir dann in Ruhe anschauen und zunächst gedanklich tüfteln…

 

Die Vielzahl an Produkten in einem Baumarkt können inspirierend sein, um sich vor Ort schon ein Bild zu machen, wie eine Realisierung ausschauen könnte. Mein Weg führte mich unter anderem in den Gartenbereich. Dort entdeckte ich die Holzfliesen. Ich hing dem Gedanken nach, ob es sinnvoll wäre, modular die PLATTFORM zusammen zusetzen. Die Platten konnten mit einem Stecksystem verbunden werden. 30 x 30cm kleine Platten waren das. Bei meiner angestrebten PLATTFORM-Größe von etwa 130 x110cm wären das ungefähr 10-12 Platten. Also ca. 40,00 - 50,00 Euro. 

Ich fand sie zu teuer und die Platten waren mir zu flach. Die Qualität gefiel mir auch nicht. Nicht für mein Vorhaben geeignet. Und es war nicht so ganz das, was mir vorschwebte.

 

Dann kam ich in die Holzabteilung. Hier war schon mehr das, an was ich dachte. Aber die Preise waren sehr hoch.

Als ich zu den typischen Arbeitsplatten für Küchen kam, fand ich günstigere Angebote. Platten von 2600 x 600 cm und einer Dicke von 2,8 cm fand ich als sehr geeignet. Eine Platte, die man in der Mitte durchsägt und diese dann mit zwei Flachverbindern in einem großen Rechteck wieder zusammengefügt, für gerade mal 22,00 Euro. Das könnte eine Lösung sein. Und das Resultat wäre ein 1300 x 1200 cm große PLATTFORM. Genügend groß für den PFEILER und meinem Sessel.

Und der Kratzschutz? Vielleicht einen Teppich unten befestigen? Oder Gummiplatten drunter kleben? Hier führte mich mein Weg zu den Styroporplatten. Einfach zu verarbeiten und sehr kostengünstig. Kleber und Platten würden gerade mal 10 Euro kosten. Dazu die zwei Flachverbinder…

Mit dem Gefühl, die richtigen Komponenten gefunden zu haben, machte ich mich auf den Weg zu Tom. Bei ihm sichteten wir die Fotos und diskutierten die Machbarkeit. Und natürlich den Kostenfaktor.

„Was machst Du eigentlich mit den Kanten?“ fragte er mich.

„Da nagele ich sogenannte Abschlussleisten an.“

„Wie hoch sind die denn?“

„Ziemlich genau 5 cm, Tom. Die Platte ist 2,8 cm dick. Die Styroporplatte darunter 2 cm…“

„Dann stehen ja 2mm drüber“

„Die sind zur Einfassung des Teppichs.“

Ich zeigte ihm Fotos von Beispielen an Teppichen.

Tom sah mich an. Dann fasste er das Konstrukt zusammen: „Also wir haben drei Schichten. Ganz unten ist die Styroporplatte als Kratzschutz und Trittdämmung. Dann kommt die Holzplatte als Gegengewicht. Oben darauf wird Teppich gelegt. Die Seitenkannten werden mit Holzleisten verdeckt.“ 

Skizze der verschiedenen Komponenten
Skizze der verschiedenen Komponenten

Dann wägte er das Gesagte ab und hakte beim Preis nach: „Und wie teuer?“

„Ich denke, dass die Materialkosten dann bei ca. 50,00 Euro plus dem Teppich liegen…“

 

Sein Fazit war auch mein Entschluss: „Sollten wir machen!“

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
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Was bisher geschah...
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00 Opening COMICROOM
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01 Monitor & Schwenkarm
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02 Ordnung muss sein
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03 Armlehne & Knetmasse
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04 Der COMICROOMReader
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05 Upgrade
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06 Machbarkeitsstudie
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07 Unboxing ZBOX
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08 Der PFEILER
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09 Die PLATTFORM
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10 Die Hochzeit
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11 Bookmark Manager
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12 Starting COMICROOM
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14 Duell der Armlehneablagen
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15 Nähen & Schneiden
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16 Dachboden-Begehung
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17 Erster Eindruck
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