Der PFEILER ist fertig!

Das Wochenende stand im Zeichen des Handwerks. Das Kantholz wurde zum PFEILER: Alle Bohrungen wurden ausgeführt. Die Freiräume wurden mit Kabel, Schalter und Steckdosen gefüllt.

Tom kam erst, als ich schon fertig war.

 

„Alle Achtung Andreas!“ Erstaunen lag in seiner ruhigen Stimme. „Bemerkenswert.“ Er nahm mir den PFEILER aus der Hand und begutachtete ihn. „Scheint auch nichts an seiner Stabilität verloren zu haben.“

Der PFEILER mit Schalter, Steckdosen, Kabel
Der PFEILER mit Schalter, Steckdosen, Kabel

 „Stimmt.“  Ich fand mein Schaffenswerk auch sehr gelungen. Und stabil ist der PFEILER trotz der vielen ‚Löcher‘ geblieben.

Tom schaute mich fragend an: ‚Wie hast Du das denn gemacht?‘ sollte das höchstwahrscheinlich heißen.

„Ja, Tom…“ sagte ich zu ihm. „Ich weiß was du denkst…“

„Das ist normalerweise mein Part Andreas“, konterte er.

„Okay Tom“, sagte ich lachend. „Komm‘ rüber zu meinem Schreibtisch. Ich zeig‘s Dir…“

Mein Rechner zeigte an, dass die Kopieraktion des Films beendet war. Der Film, auf dem  ich meine Bastelarbeit verewigte und der nun auf meiner lokalen Festplatte gespeichert war.

„Und hier ist er Tom. Aber noch im Directors Cut… naja…eigentlich noch unbearbeitet.“ Dann klickte ich mit der Maus zweimal auf das mp4-Icon. Er würde den Prozess von der Entstehung des PFEILERs aus einem Stück Kantholz zeigen.

 

Als erstes war zu sehen, wie ich mit dem Hohlwanddosenbohrer in das Holz bohrte. Mit Stechbeitel und Hammer entfernte ich mit einigem Aufwand das stehengebliebene Holz aus der Mitte. Langsam entstand ein Hohlraum.

„Was ist mit dem Kanal durch das gesamte Kantholz?“ fragte mich Tom.

„Das hatte ich schon vorher gemacht. Hatte ich nicht gefilmt. Weder die Arbeit mit dem langen Bohrer, noch die mit dem 35mm Fräskopf, für die Hohlräume an den Enden des Kantholzes. Also für die Halterung des Schwenkarms auf der einen Seite. Und für die Klemmarbeiten auf der Gegenüberliegenden.“ Ich sprang im Video zum hinteren Ende des Films. Dort  zeigte ich im Nachhinein die Werkzeuge an den Kopfseiten des Kantholzes.

„Allerdings…", sagte ich zu Tom ernst, „…der 35mm-Fräskopf ist beim Bohren kaum zu halten. Ging gerade so..."

„Was bedeutet das?"

„Beim nächsten Mal sollte ich einen Bohrständer verwenden."

 

„Okay, Andreas. Verstanden. Dann spring mal wieder zurück und lass den Film einfach laufen…“

Das tat ich. Ich traf den Moment, bei dem ich das bisherige Werk zeigte.  

 

Der PFEILER incl. 'Löcher'
Der PFEILER incl. 'Löcher'

Jetzt kam die Verkabelung dran. Der Kanal war groß genug, um mehrere Kabel durchzuziehen. Diese zog ich nun zu den jeweiligen Öffnungen. Ein Kabel für den Schalter. Ein Kabel für die Steckdosen. Die Enden ließ ich am unteren Ende herausschauen. Lang genug, um später die Klemmarbeiten durchführen zu können.

 

Den Plan dazu zeigte ich in einer Großaufnahme.

Der Plan des PFEILERs
Der Plan des PFEILERs

Die Einbauarbeiten der Schalterelemente kamen an die Reihe. Erst der Schalter dann die Steckdosen. Tom sah interessiert zu, wie ich die Kabel mit einem Abisolierwerkzeug von seinem Mantel befreite. Anschließend nahm ich die Abisolierzange, um die einzelnen Adern bis auf das Kupfer frei zu legen. Die Kupferenden verschraubte ich an die Kontakte der Steckdosen. Abschließend wurden diese in den Pfeiler eingesetzt und mittels zweier Schrauben im Holz arretiert. Dann kamen die Abdeckungen drauf. Fertig.

Tom blickte über meinen Schreibtisch hinweg auf den Boden, wo noch immer der fertige PFEILER lag. „Ich glaube, du hast was vergessen Andreas…“

„Du meinst sicherlich den Stromanschluss für den Rechner? Oder?“

Selten, das ich Tom überraschen konnte. Diesmal auch nicht wirklich…

„Du willst erst die PLATTFORM zusammenbauen, um dann die Bohrung am PFEILER auszuführen?“

„Ja, Tom.“ Antwortete ich. „Denn ich möchte das Kabel des Netzteils dazu zerschneiden. Und dafür muss ich die korrekte Länge bestimmen. Das geht am besten, wenn die PLATTFORM zusammen gebaut ist.“

Fast zwei Stunden waren vergangen, seit Tom hier war. Der Film hatte Spielfilmlänge gehabt.

 

Jetzt kam die eigentliche Arbeit: Das Schneiden! Damit fange ich gleich am Montag an…

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
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Was bisher geschah...
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00 Opening COMICROOM
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16 Dachboden-Begehung
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