Die PLATTFORM – Die Basis für den PFEILER wird gebaut

Und wieder stand das Wochenende im Zeichen des Handwerks. Diesmal gemeinsam mit Tom. Er wollte gerne behilflich sein. So machte es nicht nur mehr Spaß, sondern die Fertigstellung unserer PLATTFORM ging auch schneller von der Hand. 

Vorab ging es in den Baumarkt. Wir kauften die beiden Arbeitsplatten, die Styroporplatten, den Kleber, Abschlussleisten, sowie allerlei Kleinkram. Dann ging es zu mir nach Hause und wir schleppten das gesamte Material mehrere Stockwerke hinauf.

 

Da standen wir dann in der kleinen freigeräumten Ecke meines Arbeitszimmers. Unsere Einkäufe stapelten wir hinter meinem Schreibtisch. Dann nahmen wir die  Arbeitsplatten und legten sie auf den Boden. Die Styroporplatten verteilten wir auf ihnen und schnitten sie passend. Tom bestrich dann die Arbeitsplatten mit Styroporkleber. Ich drückte die Styropor- auf die Arbeitsplatten fest.  Alles auf engstem Raum.

 

Mit ‚unserem‘ Tee und einigen Plaudereien wurde die Warterei auf die Trocknung kurzweilig. 

 

Dann kamen die Verbinder dran. So wurden aus zwei ‚handlichen‘ Platten, eine große Plattform. Anschließend schnitten wir den Teppich zurecht. Etwas größer als die PLATTFORM, sodass wir an allen Seiten den Teppich umschlagen konnten. Eine etwa 5cm hohe Abschlussleiste rund um die PLATTFORM genagelt, fixierte den Teppich. Diese Holzkante umschloss unsere flache Konstruktion. Damit verbargen wir auch die Sicht auf das Styropor.

 

„Wie weiter?“ fragte mich Tom.

„Wir müssen uns die Stelle ausmessen, an der wir den PFEILER aufstellen wollen.“ antwortete ich. Mit Blick auf meinem Sessel BYA forderte ich Tom auf: „Dann fass mal mit an.“ Er kam hinzu. Gemeinsam hievten wir den Sessel auf die PLATTFORM. Wir stellten ihn mittig. Als wir den Sessel wieder von der PLATTFORM nahmen, griff sich Tom Kamera und Stativ.

„Ich werde mich dem Filmen widmen. Konzentrier Du Dich auf Deine Arbeit.“ Sagte er zu mir. Das war mir sehr recht.

 

Ja… die Planung stimmte mit der Realität überein: einige cm von der einen Seite und einige cm von der anderen. Hier mussten wir den PFEILER aufstellen. Eine Markierung wurde von mir gesetzt. Und genau dort hatte ich dem Hohlwanddosenbohrer anzusetzen. Das Loch war dann genau unter dem PFEILER und würde später von ihm verdeckt sein. Also ein Hohlraum so groß, dass wir eine Schalterdose (genauer eine  Hohlwanddose) hineinsetzen konnten. Hier würden die Kabelenden der PLATTFORM und die des PFEILERS verklemmt und anschließend versteckt werden.

 

Dann fiel Tom etwas auf. „Sag mal Andreas, die Steckdosen am PFEILER sehen anders aus, als wie du sie mir letzte Woche gezeigt hattest?“

„Gut erkannt“, erwiderte ich. „Mir hatte die Doppelsteckdose nicht gefallen. Es fällt zwar nicht sofort auf, aber die passte nicht ganz zum Schalter.“

„War also nicht aus dem gleichen Schalterprogramm?“

„Genau Tom. Verdammt ähnlich – aber nicht die Richtige! Ich hatte daher wenige Tage später noch einmal den Baumarkt besucht. Habe die Passenden zum Schalter gekauft,  ein weiteres Loch gebohrt und eingesetzt.“

„Aha. Mir scheint, die ist auch etwas flacher, als die erste Version?“

„Genau Tom. Du hast eine gute Beobachtungsgabe.“ Die Unterschiede waren nur marginal, aber für einen aufmerksamen Beobachter erkennbar. Aber auch wenn es keiner sieht, mich machte es verrückt. Ich musste sie auswechseln! Und genau das hatte ich getan.

Die 'alte' Steckdosen-Variante...
Die 'alte' Steckdosen-Variante...
...und hier die 'neue' aktuelle!
...und hier die 'neue' aktuelle!
Meine Leselampe
Meine Leselampe

 

„Ich bin gerade am Überlegen, ob wir nicht noch eine Steckdose in die PLATTFORM integrieren…“ dachte ich laut.

„Wozu?“ hakte Tom sofort nach.

 „Ich fände es nicht schlecht, wenn ich meine Stehlampe dort anstecken könnte.“

„Lesen willst Du doch auf dem Bildschirm?“

„Und wenn ich mal ein Buch lesen will?“

„Dann digitalisier es!“ Ich vernahm eine leichte Entrüstung bei Tom.

„Konsequenterweise hättest Du schon Recht. Aber realistisch ist das eigentlich nicht. Es gibt genügend Literatur, die ich nicht digitalisieren muss, bevor ich sie lese.“ Mit einem Blick auf Tom merkte ich, dass sein Einwand nicht ganz ernst zu nehmen war. Er beschmunzelte meine Empörung.

„Dann vermute ich, dass die Lampe auch über den Schalter am PFEILER an- und ausgeschaltet werden soll, Andreas?“

„Ja. Das hatte ich in der Tat im Sinn.“

„Ok. Hast Du denn eine Steckdose dafür noch über?“

Ich griff in die Tüte und beförderte eine Steckdose mit lautem „Tatarataa..“ zu Tage.

Wir ließen uns erneut auf die Knie nieder und bemaßen den Punkt für die Bohrung auf der PLATTFORM. Bohrten das Loch, welches mit Stechbeitel und Hammer vollendet wurde. Dann wurde die Hohlwanddose eingesetzt.

Den gleichen Anlauf wiederholten wir für die Dose unter dem PFEILER. 

„Wie machen wir das mit der Kabelverlegung?“ fragte mich Tom. Dann setzte er nach mit: „Und wie kommt der Strom überhaupt in die PLATTFORM?“

„Dazu richten wir die PLATTFORM hochkant auf, Tom. Dann schauen wir mal weiter…“

„Tja. Die Leitungen müssen verlegt werden.“

„Weißt Du denn schon wie und wohin?“

„Eigentlich schon…“ sagte ich zu Tom. „Wir kratzen mit einem großen Schraubenzieher im Styropor unsere Schlitze, in denen wir die Kabel mit Kabelschellen befestigen.

„Dann erinnerte ich mich an die andere Frage von Tom: „Die Zuleitung machen wir hier auf dem kurzen Stück.“ Ich zeigte dabei auf die untere Dose, an die meine Leselampe angeschlossen werden soll.

„Gut. Dann leg mal los.“ Ermunterte mich Tom. Mit einem 12mm Holzbohrer setzte ich ein Loch in die Abschlussleiste. Dann kratzte ich eine Vertiefung in das Styropor.

 

„Ups.“

„Wie ‚ups‘?“

Ärgerlich erklärte ich ihm: „Das war falsch. Ich habe nicht bedacht, dass ich den Anschluss eigentlich auf der anderen Seite der PLATTFORM haben muss. Denn schau mal…“ Mein Zeigefinger wies auf die Steckdose im Zimmer. Und die war rechts von der Plattform. Nicht links.

„Naja…“ Tom schaute auf die Kamera in seiner Hand. „Nichts passiert. Hab den falschen Knopf gedrückt.“

 

Nun begannen wir aber konzentriert mit unserer Arbeit. Die Schlitze wurden frei gekratzt. Die Kabel verlegt. Hoher Aufwand war für die Platzierung des Netzteils vom Rechner nötig. Wieder musste ich mit Stechbeitel und Hammer für genügend Platz schaffen. Denn das Netzteil war etwas dicker, als Die Styroporschicht. Und alles gefilmt.

Am Ende lagen vor uns die fertige PLATTFORM und der PFEILER.

Unsere PLATTFORM mit PFEILER
Unsere PLATTFORM mit PFEILER

„Tja, dann schaffen wir wohl dieses Jahr noch unsere Hochzeit.“

Tom nickte amüsiert verstehend.

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
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Was bisher geschah...
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Youtube-Videos

00 Opening COMICROOM
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01 Monitor & Schwenkarm
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02 Ordnung muss sein
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03 Armlehne & Knetmasse
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04 Der COMICROOMReader
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05 Upgrade
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06 Machbarkeitsstudie
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07 Unboxing ZBOX
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08 Der PFEILER
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09 Die PLATTFORM
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10 Die Hochzeit
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11 Bookmark Manager
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12 Starting COMICROOM
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13 Das eRegal
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14 Duell der Armlehneablagen
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15 Nähen & Schneiden
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16 Dachboden-Begehung
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17 Erster Eindruck
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