Die Hochzeit von PFEILER und PLATTFORM

Kurz nach Weihnachten hatte mich ein Virus gekapert. Eine ganze Woche hatte der mich im Griff gehabt. Zwei Wochenenden zuvor dauerten die Bastelarbeiten der beiden Einzelkomponenten. Aber nun endlich wieder fit, wurde an diesem Wochenende, PFEILER und PLATTFORM zusammengeführt!

Weihnachten war vorüber. Und der Jahreswechsel auch – von dem ich nicht viel mit bekam. Doch nun war das ‚jetzt‘: Das erste Wochenende des Jahres 2015. Für Tom und auch für mich ein ganz besonderer Moment. Wir standen in meinem Arbeitszimmer. Der PFEILER lag vor uns auf der PLATTFORM. Es folgte der letzte Akt…(?) 

Als besondere Herausforderung stand das Verschalten der Elektrik zwischen PFEILER und PLATTFORM an. Tom saß hinter meinem Schreibtisch und schaute mir bei meinen Vorbereitungen zu. Die dampfende Tasse Tee zwischen seinen Händen. „Das möchte ich mir nicht entgehen lassen. Bei dieser Vielzahl an Kabelenden blicke ich nicht mehr durch. Ich hoffe du weißt was du tust.“

 

Währenddessen kniete ich vor besagtem Kabelgewirr. Was für mich eigentlich keins war. Denn für mich war die anstehende Verdrahtung kein Buch mit sieben Siegeln. Sondern die Ausführung meiner geplanten Handlung. Seitenschneider, Abisolierzange, Schraubenzieher, Prüfgerät und Lüsterklemmen hatte ich für den Einsatz griffbereit vor mir angeordnet.

„Das passt schon Tom.“ 

Der Arbeitsplatz für die Verschaltung
Der Arbeitsplatz für die Verschaltung

Doch bevor es losging, musste erst das Niederspannungskabel vom Netzteil durch den PFEILER an seinen Bestimmungsort gebracht werden. Beide Enden des Netzteils waren natürlich viel zu dick, als dass ich sie durch das Kantholz gezogen bekomme. Daher schnitt ich das Kabel durch. Die Verdickung am Ende des Kabels wird als Propfen in ein zu bohrendes Loch eingepresst. Der Abstand des Netzsteckers zum Rechner darf nicht sehr weit entfernt platziert werden. Nur wenige Zentimeter – mehr nicht.  


Also Rechner an den PFEILER gehalten. Eine Markierung für die Bohrung gesetzt. Dann Schalter ausgebaut und dessen Leitung herausgezogen. Dies war eine prophylaktische Maßnahme zur Vermeidung der Zerstörung des Kabels beim Bohren. Denn dieser Kabelabschnitt kreuzte meine Bohrung.


Konzentriert ging ich meine Arbeit an. Ich war in meinem Tunnel…


Ich bemerkte nicht, wie Tom zu mir herüber kam. Den Camcorder auf ein kleines Stativ schraubte. Diesen ausrichtete und auf Aufnahme drückte… ich nahm von meiner Umgebung nichts mehr wahr…

Mein kleiner alter Camcorder
Mein kleiner alter Camcorder

Bohrung bis zum Mittelkanal des PFEILERs fertiggestellt. Kabel durch dieses Loch gezogen. Der Propfen schloss das Loch. Schalter und Kabel wieder an ihren Platz zurückgebaut. Die Kabelenden der Niedervolt-Leitung verlötet. Dann isoliert. Mit Abschnittsresten vom Kabelmantel und einigen Kabelverbindern (auch gerne als ‚Strapse‘ bezeichnet) einen festen Schutz gebastelt.

 

Nun die Kabelenden entsprechend der geplanten Verschaltung mit Lüsterklemmen verbunden. 

Alles verdrahtet - bereit für die Aufstellung des PFEILERs
Alles verdrahtet - bereit für die Aufstellung des PFEILERs

Ein erster Funktionstest folgte. Schalterwippe gedrückt. Aha. Licht geht an. Der Rechner ebenso. Super!

 

Anschließend alles in die Hohlräume des PFEILERs und der PLATTFORM hineingelegt. Den PFEILER aufgestellt. So, dass die Hohlwanddose vollständig von ihm verdeckt wurde. Die Winkel angesetzt und verschraubt.  

Ein weiterer Funktionstest. Alles ok.

 

Mein Moment war zu Ende. Ich sah Tom neben mir mit der Kamera in der Hand.

„Das ging ganz schön schnell.“ Sagte er zu mir. „Hoffe das Video ist nicht zu sehr verwackelt.“

 

Wir standen vor unserem Werk der erfolgreichen Vermählung. Tom klopfte mir auf die Schulter. „Ich denke, wir räumen auf, Andreas. Dann stellen wir den Sessel auf die PLATTFORM. Zum Schluss wird der Schwenkarm mit Monitor in den PFEILER gesteckt…“

"Aber erst gibt es das obligatorische Gläschen Sekt..."

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
Was bisher geschah...
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Youtube-Videos

00 Opening COMICROOM
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01 Monitor & Schwenkarm
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02 Ordnung muss sein
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03 Armlehne & Knetmasse
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04 Der COMICROOMReader
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05 Upgrade
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06 Machbarkeitsstudie
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07 Unboxing ZBOX
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08 Der PFEILER
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09 Die PLATTFORM
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10 Die Hochzeit
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11 Bookmark Manager
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12 Starting COMICROOM
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13 Das eRegal
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14 Duell der Armlehneablagen
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15 Nähen & Schneiden
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16 Dachboden-Begehung
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17 Erster Eindruck
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