Ein Fazit unseres Projektes COMICROOM

Wir neigen uns dem Ende des Projektes. Hatten wir alles umgesetzt, was wir vor mehr als zwei Jahren an Anforderungen für unsere eComics-Leselounge definiert hatten? Ist die Virtualisierung unserer Comicregale gelungen? Ist es tatsächlich der erhoffte Lesegenuss? Zeit für ein Resümee… 

Anfangs führte Tom und mich das Lesen von Comics zusammen. Kein Horten, sondern das Sammeln von Comics war unser beider Leidenschaft. Unabhängig voneinander scannten wir unsere Comics. Diese speicherten wir auf unseren Festplatten in Ordnerstrukturen. Aber was ist mit dem Lesegenuss dieser digitalisierten Kunstwerke?

War es uns möglich sein, unsere Leidenschaft des Comic-Sammelns auf die virtuelle Welt zu übertragen? Ja, es war möglich!

Wie wir sicherlich ausführlich in unserem COMICROOM-Blog dokumentierten, war es uns gelungen: Die Umsetzung einer digitalisierten Comic-Archivierung in einem eRegal samt Lese-Steuerung – eingebettet in einer uns genehmen gemütlichem Schmöker-Umgebung.

 

Tom unterbrach seinen Lesefluß - murmelte: „Der Satz ist zu lang.“ Dann fokussierte er seine Aufmerksamkeit weiter auf meinen Text.

 

Die letzten 27 Monate vergingen wie im Fluge. Mit viel Ausdauer, großer Disziplin und innerer Überzeugung, hat die kontinuierliche Arbeit uns zum Ziel geführt.

COMICROOM: Die Hardware...
COMICROOM: Die Hardware...

Unerwarteter Weise bereitete es Tom und mir viel Freude, Lösungen für Probleme zu finden, die sich im Zuge unseres Projektes zunächst als unüberwindliche Hindernisse auftaten. Wir mussten uns auch technischen und handwerklichen Herausforderungen stellen. Und das mit unserem beschränktem ‚Können‘.


Mit der Bedienung unseres eComic-Readers ist Tom eine großartige Leistung gelungen. Weitest gehend automatisiert können wir unsere in vielen Ordnern gespeicherten eComics in das eRegal transferieren. Doch es ist eigentlich mehr. Denn es findet eine Konvertierung einzelner jpg-Comic-Seiten in eine webbasierte Oberfläche statt - mit logischen und sehr simpel zu bedienenden Steuerungselementen. Denn unser Verständnis von ‚Lesegenuss‘, liegt in der Einfachheit der realen Form des Lesens: Comic aus dem Regal nehmen – Aufschlagen – Lesen und Blättern – Lesezeichen setzen. Diese sehr übersichtlichen und einfachen Anforderungen sind 1:1 in die virtuelle Welt übernommen worden. 

...und die Software
...und die Software

„Nette Lobhudelei, Andreas.“ Tom wischte meinen Text auf seinem Pad beiseite. Er öffnete eine Tabelle. Dann meinte er mit Blick auf das Display: „Auch ich habe einiges zusammengetragen.“

Zusammengetragen? Ich war überrascht ob seiner Formulierung.

„Was hast du denn da ‚zusammengetragen‘?“

„In zwei Jahren und drei Monate hast du 110 Artikel geschrieben.“

Ich ergänzte: „Dann ist dieser hier Artikel-Nummer 111!“

Tom nickte. Er setzte seine Aufzählung fort: „363 Bilder hast du in deinem Blog verteilt. Dazu noch 16 Filme.“

Da hatte Tom fleißig gezählt…

„Wir hatten uns 158 mal getroffen. 76 mal bei Dir; 67 mal bei mir; 15 mal im Pub.

Wer merkt sich denn sowas?

„112 Pfeifen musstest du rauchen. 288 Kannen Tee und 53 Pints of Guinness hatten wir genossen…“

„Jetzt fehlt nur noch, dass du die Chiptüten gezählt hast?“

„85 Tüten Walker ‚Crisps‘ – Cheese & Onions.“

Ich konnte ihn nur kopfschüttelnd angrinsen. „Was noch?“

„Die Materialkosten für das Projekt summierten sich bisher auf 276,45 Euro.“

Ich merkte auf: „Weniger als unsere Ausgaben im Pub!?“

Er lächelte mich an… was eigentlich selten geschah. Dann fuhr er fort: „Einmal wurdest du seitens Youtube abgemahnt, weil du ein urheberrechtlich geschütztes Musikstück verwendet hattest…“

„Das stimmte aber nicht. Und die haben noch immer nicht auf meinen Einspruch reagiert.“

„…Dein Rechner ging einmal kaputt…“

„Naja, Es war nur die Festplatte.“

„Fünf Wochen lang bist du dem Geheimnis des XB982 auf der Spur gewesen…“

„…und erfolgreich fündig geworden. Oder?“

„Das stimmt, Andreas.“ Er legte das Pad zur Seite - holte eine Flasche Wein aus seiner Tasche. Und mit einer erleichterten(?) Stimme verkündete er: „Lass uns auf das Projektende von COMICROOM anstoßen…“

„Warte mal Tom. Ist das ein endgültiger Schluss für das Projekt COMICROOM…?“

Tom stand auf. Ging in meine Küche. Zurück kam er mit einem Korkenzieher und zwei Weingläser. „Ich denke schon. Oder Andreas?“

 

Tom hatte ich nie was davon erzählt… Aber ein paar Gedanken hatte ich mir schon gemacht mit dem: Wie könnte es weitergehen? Denn in der langen Projektzeit, sind mir einige Verbesserungen für unser COMICROOM aufgefallen. Die hatte ich mir immer sorgfältig notiert. Und da war einiges zusammen gekommen. „Tom…“, sagte ich, „…ich hätte da einiges an ‚Material‘ für eine Fortführung unseres Projektes…“

Er sah mich an. Nachdenklich meinte er: „Lass uns reden, Andreas…“

 

Ich hatte den Eindruck, dass seine freudige Stimmung einer melancholischen wich…

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
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Was bisher geschah...
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Youtube-Videos

00 Opening COMICROOM
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01 Monitor & Schwenkarm
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02 Ordnung muss sein
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03 Armlehne & Knetmasse
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04 Der COMICROOMReader
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05 Upgrade
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06 Machbarkeitsstudie
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07 Unboxing ZBOX
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08 Der PFEILER
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09 Die PLATTFORM
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10 Die Hochzeit
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11 Bookmark Manager
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12 Starting COMICROOM
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13 Das eRegal
13 Das eRegal
14 Duell der Armlehneablagen
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15 Nähen & Schneiden
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16 Dachboden-Begehung
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17 Erster Eindruck
17 Erster Eindruck