Katastrophe! PANIK! HB-Männchen!

PROLOG: Samstag früh in Deutschland. Ein letzter Gruß zu meiner Frau und dann ab ins Auto in den Wald. Zum Joggen. Beim raus gehen aus der Wohnung höre ich noch ihre Stimme: „Vergiss nicht den Wagen vollzutanken.“ Da hatte Sie recht… Wir wollen ja am Montag in den Urlaub fahren… 

Herrlicher Sonnenschein. Vorfreude auf unseren Urlaub. Und ich bin von den paar Kilometer Laufen ziemlich fertig. Vielleicht doch ein bisschen zu warm für Sport. Jetzt aber ins Auto und ab zur Tankstelle.

 

8.20 Uhr -> So ein Mist! -> Beim losfahren, setze ich die Scheibe auf der Beifahrerseite ein Stück herunter. Das Wetter war warm und die Luft trotzdem so angenehm... ich versenke also die Scheibe ganz nach unten.

Kurz vor der Auffahrt zur Zapfsäule will ich die Scheibe wieder schließen… Höre nur ein brummen, aber die Scheibe blieb wo sie war.

Die Werkstatt musste eine neue besorgen. Frühestens Montagmittag fertig.

Laufe nach Hause.

 

11:15 Uhr -> Das gibt es doch nicht?! -> Ich erledige noch schnelle einige Dinge für meine Arbeit, die ich vor dem Urlaub nicht mehr geschafft hatte. Z.B. einige Mails für die Kollegen. Übergabe-Dokumentation fertigstellen. Alles auf dem letzten Drücker...

„Andreas?“ höre ich nur aus der Küche.

„Ja. Was ist denn?“

„Auf dem Spüler steht ‚E15‘ und eine Lampe blinkt.“

Einige Zeit hatte es gebraucht, bis ich für mich klar stellte: Den Geschirrspüler kann ich nicht reparieren. Sie ließ sich auch nicht mit den vorn angeordneten Knöpfen ausstellen. Sie brummte permanent. Stecker ziehen? Bei einer Einbauspüle? An die Steckdose komme ich nicht heran. Sicherungskasten aufgesucht.

 

11:45 Uhr -> Blöd -> Das ist der Moment, wo sich Nachlässigkeiten rächen: unbeschriftete Sicherungsautomaten! Was tun? Trial & Error… Heißt: der Reihe nach alle Schalter nach unten klacken lassen, bis das Brummen der Maschine aufhörte. Es war die 8. Sicherung von Links.

Zufrieden mit mir, dass ich das Problem eingrenzen konnte, zeigte mir meine Liebste den Inhalt der Spüle: Noch dreckiges Geschirr und Besteck, was jetzt abgewaschen werden will.

Ich verwies darauf, dass ich den Kundendienst für das defekte Gerät aus dem Internet suchen und anrufen müsse… Die Zeit rannte mir davon.

 

12:30 Uhr -> Ansteigende Panik -> Ich wollte es nicht wahr haben: Kein Internet! Wo ist es hin? Kundendienst konnte ich zunächst einmal nicht recherchieren. Meine Arbeiten nicht beenden. Was nun?

Dem Fehler auf die Spur kommen, Hilft ja nichts… Ob das mit den Sicherungsautomaten zusammen hängt?

 

12:50 Uhr -> Panik! -> Der Router ist wirklich kaputt. „Sch…e!!!“. Das gibt es doch nicht. Kein Kabel locker. Keine Konfiguration verloren. Ich kam einfach nicht auf die Einrichtungsseite. Ich konnte ihn auch nicht pingen. Und: der Router hat keinen Hardware-Reset-Schalter. Kundendienst für den Router aus meinen Leitzordnern herausgesucht, denn die Spüle ist soeben in der Priorität nach hinten gerutscht.

 

13:30 Uhr -> PANIK! „Dann geh doch in das Internet mit deinem Handy?“  Ich zeigte ihr mein Handy. In meiner Hand lag ein altes 2003er Sony-Ericsson. „Wo ist dein Smartphone?“

„Ich habe es Tom geliehen. Seins ist defekt. Und er braucht für einen Einsatz heute dringend LTE. Ich kriege es morgen zurück.“

„Tja mein Lieber. Das ist dann ja wohl Pech.“

Pech? Das ist mittlerweile eine Katastrophe: Auto in der Werkstatt; Geschirrspüler kaputt - Kein Internet - Router defekt - Meine Arbeit kann ich nicht beenden!… und Übermorgen wollen wir in den Urlaub!

 

14:30 Uhr -> Ein Lichtblick? Mitnichten -> Kundenservice vom Router hat mich auf die Garantie hingewiesen. „Ich schicke ihnen mal den Link für die RMA-Nr zu. Bitte sorgfältig ausfüllen und den Kaufbeleg nicht vergessen.“ Klasse Idee mit dem Link! Und der Kaufbeleg? Der war beim Steuerberater mit allen Unterlagen für das Jahr 2015. Aber all das hilft mir ja nicht jetzt !!! Ich brauche das Internet: Und zwar SOFORT!

 

16:10 Uhr -> Hää?? -> Da saß ich nun an meinem Schreibtisch und konfigurierte den eben eingekauften neuen Router. Geht ja ganz schnell. Als Telekomkunde meine Anschlusskennung, Zugangsnummer, Mitbenutzernummer und das Passwort hinterlegt… Konfiguration gespeichert… und es passierte nichts. Nichts? Verdammt ja: GARNICHTS! Wieso?

 

16:25 Uhr -> Ping -> Kundenservice vom Router meint, ich hätte alles richtig eingetragen. „Erkundigen sie sich mal bei ihrem Provider, ob die Leitung in Ordnung ist.“

 

16:35 Uhr -> Pong -> Der Provider sagt mir, aus seiner Sicht steht die Leitung. Ich solle doch mal mit dem Kundenservice vom Router reden.

 

16:45 Uhr -> Ping -> „Nein Herr Müller. Wir sind jetzt ihre gesamte Konfiguration auf dem Router durchgegangen. Hier ist alles richtig eingetragen.“

 

17:05 -> Pong -> „Alle Arbeitsplätze sind zurzeit besetzt. Sie befinden sich an Nr. 5“

 

17:15 Uhr -> Noch ein Pong -> „Nein, ich sehe bei uns keinen Anmeldeversuch von ihnen. Aber die Leitung steht.“

 

17:18 Uhr -> aaaAAHHH!!! -> Adrenalin auf Kante ganz oben! Den Router in der Hand, bereit ihn aus dem Fenster zu schmeißen. Den großen Hammer in der Werkzeugkiste wissend, mit dem die Spülmaschine malträtiert werden könnte. Und das Auto? Komme ich gerade nicht ran. Hat Glück. Wer kennt noch das HB-Männchen??!!

 

17:30 Uhr -> Runterkommen -> Heisse Tasse Kaffee vor mir. Stecke mir gerade eine Pfeife an. Jetzt mal nachdenken:

  • Auto wird am Montag… spätestens Dienstag fertig. Ok.
  • Dann die Spülmaschine. Kann auch bis nach dem Urlaub warten. Ok.
  • Internet? Mein LTE-fähiges Smartphone bekomme ich morgen wieder.
  • Und der Router ist ein neues Gerät. Sollte gehen. Beide Kundenservices sagen, es sei alles ok. Dann muss ich mir meine Anmeldedaten mal genauer anschauen…
  • Achja! Immerhin: einen Sicherungsautomaten mit ‚Spülmaschine‘ beschriftet.

17:45 Uhr -> Kann das sein? -> Ich habe im Router folgendes einzutragen:

AnschlußkennungTeilnehmernummerMitbenutzerkennungSuffix.

Also laut meinen Unterlagen sieht das dann so aus: 0001234567890123456789120001@t-online.de.

Ohne ‚#‘. Wobei in meinem Konfigurationsfeld das Suffix schon mit @t-online-com.de vorgegeben ist.

 

Kann das sein? Hab‘ eine Idee: Ich suche im Einrichtungsmenü die Möglichkeit, meine Anmeldedaten vollständig einzutragen. Also auch das Suffix.

Gefunden… Eingetragen…

 

17:55 Uhr -> Glücksgefühl! -> FUNKTIONIERT!

 

18:10 Uhr -> Kontrolle -> Tatsächlich. Nutze ich die Vorgabe mit dem Suffix t-online-com.de,geht nichts. Trage ich meine Anmeldedaten wieder mit @t-online.de manuell ein, dann klappt es!

 

18:20 Uhr -> ‚Bin wieder online‘ -> Termin mit dem Kundenservice von der Spülmaschine für nach meinem Urlaub abgesprochen.

 

18:35 Uhr -> Schreibarbeit -> RMA-Formular ausgefüllt und die Rechnung von Amazon runtergeladen.

 

18:50 Uhr -> Fleißig -> Arbeite meine Übergabe ab. Bin noch gepushed mit Adrenalin und Koffein.

 

 

3.00 Uhr -> Sonntag -> Jetzt noch den Blog schreiben.

 

4.00 Uhr -> Ab ins Bett

Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
Ein 'Roir' aus dem Jahre 1993
Was bisher geschah...
Was bisher geschah...

Youtube-Videos

00 Opening COMICROOM
00 Opening COMICROOM
01 Monitor & Schwenkarm
01 Monitor & Schwenkarm
02 Ordnung muss sein
02 Ordnung muss sein
03 Armlehne & Knetmasse
03 Armlehne & Knetmasse
04 Der COMICROOMReader
04 Der COMICROOMReader
05 Upgrade
05 Upgrade
06 Machbarkeitsstudie
06 Machbarkeitsstudie
07 Unboxing ZBOX
07 Unboxing ZBOX
08 Der PFEILER
08 Der PFEILER
09 Die PLATTFORM
09 Die PLATTFORM
10 Die Hochzeit
10 Die Hochzeit
11 Bookmark Manager
11 Bookmark Manager
12 Starting COMICROOM
12 Starting COMICROOM
13 Das eRegal
13 Das eRegal
14 Duell der Armlehneablagen
14 Duell der Armlehneablagen
15 Nähen & Schneiden
15 Nähen & Schneiden
16 Dachboden-Begehung
16 Dachboden-Begehung
17 Erster Eindruck
17 Erster Eindruck